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Studiennachmittag führte ins Laubacher Rathaus und die Wetter

Am Laubach – Kolleg fand am vergangenen Mittwoch der erste Studiennachmittag des neuen Schuljahres statt. Die Projektarbeit in Theorie – Praxisverschränkung wird in Kooperation mit außerschulischen Institutionen und Experten seit 2014 durchgeführt und ermöglicht den Schülerinnen und Schülern der Einführungsphase, in den Profilfeldern „Kultur“, „Alte und moderne Sprachen“, „Gesellschaftliche Verantwortung“ und „Ökologie“ eigene Schwerpunkte zu setzen, Talente und Interessen zu fördern und Kompetenzen weiterzuentwickeln, welche in einem persönlichen Portfolio von den verantwortlichen Lehrkräften in intensiver Feedbackkultur zertifiziert und für die weitere Laufbahn genutzt werden können.


Im Bereich „Kultur“ begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf die „Suche nach Identität“ und entwickelten unter organisatorischer Leitung von Sabine Schüller und Silke Böhm selbstgestaltete Bühnenbilder „aus dem Schuhkarton“ und erarbeiteten unter fachkundiger Anleitung von Carola Moritz vom Theater „Katakombe“ in Frankfurt Einzelszenen zu Wedekinds Drama „Frühlings Erwachen“, die anschließend aufgeführt wurden. Bereits zuvor hatten die Schülerinnen und Schüler ihre Ausdrucksmöglichkeiten in theaterpraktischen Übungen erprobt und unterschiedliche Darstellungsmöglichkeiten eingeübt.


Für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Studiennachmittages im Profil Ökologie drehte sich alles um den Lebensraum Fließgewässer. Zunächst hieß es, mit Gummistiefeln über ein steiles Ufer in die Wetter zu gelangen, die durch Laubach fließt. Die Vielfältigkeit des Bachlaufes, die unterschiedlichen Fließgeschwindigkeiten, Wassertiefen, Bodenbeschaffenheiten und Einflüsse des Menschen konnten so direkt erfahren und bewertet werden. Ausgerüstet mit Sieben, Pinzetten, Petrischalen und Pinseln wurden anschließend mit aller Vorsicht Wasserlebewesen gesucht und mit Lupen und Mikroskopen bestimmt. Die Artenzusammensetzung und Häufigkeitsverteilung ermöglichte es den Schülerinnen und Schülern, Aussagen über die Wasserqualität der Wetter für diesen Bachabschnitt zu treffen. Zahlreiche Bachflohkrebse, Köcherfliegenlarven, Rollegel und auch Mützenschnecken wiesen zusammen mit wenigen Strudelwürmern auf eine leicht bis mäßig belastete Wasserqualität hin. Fachlich zur Seite standen den Schüler*innen der Biologe Olaf Kühnapfel und die Chemikerin Esther Ohl.

Im Bereich „Gesellschaftliche Verantwortung“ begaben sich die Schülerinnen und Schüler unter Leitung von Lisa Philipps und Henning Müller in das Laubacher Rathaus, um dort in die Rolle von Kommunalpolitikern einzunehmen und im Sitzungssaal der Stadtverordnetenversammlung als fiktives Kommunalparlament den Neubau eines Theaters zu planen und zu debattieren. In lebhaften und kontroversen Debatten lernten sie auf diese Weise die demokratischen Verfahrenswege in der Kommunalpolitik kennen, stärkten ihre handlungsorientierten Kompetenzen in den Bereichen Diskussion und Kompromissfindung durch teamorientierte Fraktions- und Ausschussarbeit und überzeugten am Ende durch kreative und eigenständige Lösungswege. Bürgermeister Matthias Meyer und Stadtverordnetenvorsteher Joachim Kühn freuten sich über den Besuch und das lebhafte Engagement der Schülerinnen und Schüler und betonten die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Laubach-Kolleg. Die Lehrkräfte Philipps und Müller wiederum dankten für die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten und die Unterstützung.

Das Profilfeld „Sprachen“ führte unter organisatorischer Leitung von Dr. Peter Maier und Manuel Kantorzik anwendungsorientiert in die Grundlagen der Rhetorik ein und hatte hierzu erneut mit Diplom – Wirtschaftsgeograph Rocco Zunic einen ausgewiesenen Experten aus dem Frankfurter Akademischen Schlüsselkompetenz – Training gewinnen können. Gemeinsam mit ihm übten die Schülerinnen und Schüler etwa die „Fünfsatz – Argumentation“ ein und gestalteten kleine, kreative Beiträge mit professioneller Sprech-, Darstellungs-, und Vortragstechnik, wozu sie ein individuelles Feedback erhielten.

 

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